Judith Pape
Frankfurt University of Applied Sciences


Kurzbeschreibung
Menschen mit hohem Körpergewicht stehen in einem kritischen gesellschaftlichen Fokus. Insbesondere wachsende Raten an hochgewichtigen Kindern in Industrienationen werden im öffentlichen Diskurs intensiv problematisiert. Dabei wird die Körperform als Ergebnis eines selbstgewählten, innerhalb der Familie tradierten Lebensstils verhandelt. Das Stigma, das dem Dicksein anhaftet betrifft dicke Eltern als primäre Sozialisations- und Erziehungsinstanz nachkommender Generationen in besonderer Weise. Insbesondere Eltern, die selbst ein hohes Körpergewicht haben, müssen sich zu gewichtsstigmatisierenden Diskursen positionieren, denn neben der Verantwortung für die eigene Körperform wird ihnen auch die Verantwortung für Körper und Entwicklung ihrer Kinder zugeschrieben.
Anhand von zehn biografisch narrativen Interviews mit Müttern und Vätern mit hohem Körpergewicht fragt die Studie nach Mutterschafts- und Vaterschaftskonstruktionen in den biografischen Erzählungen und danach, wie diese mit Konstruktionen von Dicksein, Körperbearbeitung und Körperveränderung in einen Zusammenhang gebracht werden. Ein analytischer Fokus liegt dabei auf den Selbstpositionierungen der Eltern und deren narrativer Bewältigung von Gewichtstigmatisierung.
Vita
Berufliche Tätigkeiten:
- Seit 04/2025:
Wiss. Mitarbeiterin, gFFZ/Frankfurt UAS im Projekt „Großwohnsiedlungen im Wandel“
- 10/2024 – 03/2025:
Wiss. Mitarbeiterin, gFFZ/Frankfurt UAS im Projekt „Väter im wissenschaftlichen Berufsfeld“.
- 10/2023 – 09/2024:
Projektleitung, IDZ Jena im Projekt „Diskriminierung beim Zugang zu Waren und Dienstleistungen im digitalen Raum. Potenziale und Wege von Testings nutzen“.
- 08/2022 – 09/2023:
Wiss. Mitarbeiterin, ISS e.V. in der Evaluation und wissenschaftlichen Begleitung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“
- 08/2021 – 09/2021:
Wiss. Mitarbeiterin, EH Darmstadt im Kurzprojekt „BMBF Antragstellung Frauen in der Wissenschaft“
- 04/2020 – 04/2022:
Lehrbeauftragte, Frankfurt UAS im B.A. Soziale Arbeit
- 06/2018 – 11/2019:
Wiss. Mitarbeiterin, Hochschule Geisenheim im Projekt „Jede*r bleibt für sich allein? Friedhöfe als Kommunikations- und Alltagsorte.“
- 04/2018 – 04/2019:
Wiss. Mitarbeiterin, gFFZ/Frankfurt UAS im Projekt „Geschlechterordnungen der Diskriminierung dicker Körper.“
- 2017 - 2018:
Freiberufliche wissenschaftliche Tätigkeit; Lehrbeauftragte, Frankfurt UAS im B.A. Soziale Arbeit
- 2014 – 2016:
Stud. Hilfskraft / Wiss. Hilfskraft, gFFZ
Bildungsweg:
- seit 12/2019:
Doktorandin am Hochschulübergreifenden Promotionszentrum Soziale Arbeit, Förderung
- bis 08/2022:
Promotionsstipendium der Frankfurt UAS
- 10/2015 – 08/2017:
Studium im M.A. Forschung in der Sozialen Arbeit an der Frankfurt UAS
- 03/2012 – 07/2015:
Studium im B.A. Soziale Arbeit an der Frankfurt UAS